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Johannes Gramlich stellt sein Buch “Begehrt, beschwiegen, belastend: Die Kunst der NS-Elite, die Alliierten und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen” vor. Im anschließenden Gespräch mit Uwe Kullnick erfahren wir etwas zu den umfangreichen Recherchen, der Brisanz des Themas und über den Autor selbst.

Bayerische Einigung [München ]

Event Info
Datum: 16/06/2021
Zeit: 14:00
Standort: Bayerische Einigung
Adresse: Georgenstrasse 63 München
Telefon: 0049(0)1722823079
Details
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Es sind wegen der Coronavorschriften voraussichtlich leider keine Zuschauer zugelassen. Bitte schauen Sie kurzfristig über Veränderungen wieder auf unsere Seite.

 

Johannes Gramlich stellt sein Buch “Begehrt, beschwiegen, belastend: Die Kunst der NS-Elite, die Alliierten und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Schriften der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und des Doerner Institutes)” vor.

Anschließend spricht Uwe Kullnick mit Johannes Gramlich über dessen umfangreiche Recherchen, die Brisanz des Themas und den Autor selbst. 

Moderation Uwe Kullnick

“Begehrt, beschwiegen, belastend: Die Kunst der NS-Elite, die Alliierten und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen”

Funktionäre und Organisationen der NSDAP sammelten in der NS-Zeit massenweise Kunstgegenstände, denen als Symbol für Macht und Größe immense Bedeutung im Nationalsozialismus zukam. Die Methoden und Motive, mit denen sie ihre Sammlungen aufbauten, sind in den vergangenen Jahren vermehrt untersucht worden. Wenig ist hingegen darüber bekannt, was mit diesen Kunstwerken nach 1945 geschehen ist. Die Studie wird dieser Frage mit Blick auf den Freistaat Bayern nachgehen, wo die Alliierten den umfassenden Kunstbesitz von Adolf Hitler, Hermann Göring, Heinrich Hoffmann und anderen Parteifunktionären sicherstellten. Rund 900 Kunstgegenstände aus diesen Sammlungen sind vor allen in den 1950er- und 1960er-Jahren über staatliche Stellen in den Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eingegangen.

Doch auf welcher Grundlage sind so viele Kunstwerke aus NS-Besitz an den Freistaat Bayern übereignet worden und wie sind die Verantwortlichen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der bayerischen Behörden mit diesem Erbe umgegangen? Anhand zahlreicher Quellen erforscht die Studie die lange Nachgeschichte des nationalsozialistischen Sammelwahns, die auch eine Geschichte von großer Profitgier, taktischem Schweigen und einem nur verzögert und sehr langsam wachsenden Verantwortungsgefühl ist.

 

Dr. Johannes Gramlich (*30.07.1981, Köln)

Seit Juli 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Provenienzforschung an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München.

2014–2016: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin insb. für die „Taskforce Schwabinger Kunstfund“ / Kunstfund Gurlitt

2014: Promotion zum Dr. phil. an der LMU München

2013: Stipendiat am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz

2010–2012: wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der LMU München und an der Universität zu Köln

2009: Magister Artium an der Universität zu Köln (Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik und Musikwissenschaft)

Publikationen (Auszug)

Monografien

  • Begehrt, beschwiegen, belastend. Die Kunst der NS-Elite, die Alliierten und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Köln u.a. 2021.
  • Die Thyssens als Kunstsammler. Investition und symbolisches Kapital (1900–1970), Paderborn 2015.

Herausgeber

  • (mit Antonella Schuster) (Hg.), Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern. Tätigkeitsbericht 2020, Passau 2021.
  • (mit Stephan Kellner) (Hg.), Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern. Tätigkeitsbericht 2019, Passau 2020.

Aufsätze

  • Hildebrand Gurlitt auf dem französischen Kunstmarkt. Handel und Bürokratie, in: Andrea Baresel-Brand u. a. (Hg.), Kunstfund Gurlitt. Wege der Forschung, Berlin, Boston 2020, S. 48–62
  • »Die Zeit drängt & überall sind Schattenseiten«. Die Sammlung Abraham Adelsberger und das Gemälde Fischerboote bei Frauenchiemsee von Josef Wopfner. Erläuterung der Forschungsergebnisse und Restitutionsgrundlagen, in: Jahresbericht der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen 2019 (hg. von Bernhard Maaz), München 2020, S. 100–111.
  • »Die Aufteilung der Beute«. Die Sammlung Fritz Thyssen und die Museen der Rhein-Ruhr-Region im Nationalsozialismus, in: Kulturpolitik der Rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945 (Tagungsband), hrsg. vom LVR-LandesMuseum Bonn in Kooperation mit dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (Beihefte der Bonner Jahrbücher 59), Bonn 2019, S. 151–158.
  • »Jedem der Experten einen Judenhut aufstülpen«. Der ›Expertisenkrieg und die ›Sammlung Schloss Rohoncz‹ in der Neuen Pinakothek 1930, in: Jahresbericht der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen 2017 (hg. von Bernhard Maaz), München 2018, S. 182–192 (online unter https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/6067/).
  • (mit Meike Hopp) »Gelegentlich wird Geist zu Geld gemacht« – Hildebrand Gurlitt als Kunsthändler im Nationalsozialismus, in: Ausst.-Kat. Bestandsaufnahme Gurlitt, hg. von Kunstmuseum Bern/Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, München 2017 [2. überarb. Auflage, München 2018], S. 32–47.
  • Reflections on Provenance Research. Values – Politics – Art Markets, in: Journal for Art Market Studies 1/2 (2017), online: https://www.fokum-jams.org.
  • Kunst und Materie. Dinghistorische Perspektiven auf den internationalen Kunstmarkt im 20. Jahrhundert, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 13/3 (2016), S. 404–425 (online unter .http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016/id=5392).

Idee, Regie und Realisation Uwe Kullnick

 

Veranstaltungsort: Bayerische Einigung/Bayerischer Volksstiftung, Georgenstr 63, München Schwabing, Es sind wegen der Coronavorschriften voraussichtlich leider keine Zuschauer zugelassen. Bitte schauen Sie kurzfristig über Veränderungen wieder auf unsere Seite.

Wir danken dem Präsidenten der Bayerischen Einigung, Herrn Florian Besold und dem Geschäftsführer Carl Engleitner für die Gelegenheit unsere Sendung bei Ihnen aufzuzeichnen und für ihre organisatorische Unterstützung.




Hörbahn on Stage

Wir haben uns vor 2 Jahren entschieden, die Aufzeichnung nicht im sterilen Studio, sondern in einer schönen Location im Beisein mit Publikum zu machen. Präsentiert wird entweder ein/e Autor/in, ein Buch oder ein literarisches Projekt. Die AutorInnen lesen ca. 20-30 Minuten aus ihren Werken. Anschließend erzählen sie in einem ausführlichen Gespräch (bis zu 50 Minuten lang über Entstehung ihrer Bücher, Recherchen, Hindernisse, ihre Art zu schreiben, Herausforderungen, Figuren, Plots und ihr persönliches Leben, den Literaturbetrieb u.v.m.
Die Abende umfassen alle Formen der Literatur – Lyrik, Prosa, Romanauszüge, Kurzgeschichten, kurze Erzählungen, Sachbücher, experimentelle Texte, Diskussionsrunden, Theater, Hörspiele usw. Wir freuen uns auf alle Themen, alle Genres, auf Selfpublisher ebenso wie auf etablierte Verlagsautoren, Literaturpreisträger und ungewöhnliche Formate.

Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet und mit Erlaubnis der AutorInnen und Verlage für unser internationales Publikum erreichbar unbegrenzt ins Internet gestellt. Das Literatur Radio Hörbahn kann von AutorInnen, Verlagen und Gästen selbstverständlich verlinkt und für eigene (Marketing-)Zwecke verwendet werden. Bei Texten, die in Verlagen veröffentlicht wurden, sollte vorher unbedingt die Genehmigung der Verlage zur Veröffentlichung im Radio vorliegen.

Wer interessiert ist bei uns auftreten, schicke uns eine Anfrage per Mail (siehe unten, oder radio.hoerbahn@online.ms, oder komm zu einer Veranstaltung, um uns anzusprechen.

 

 

 

 


 

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