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Literaturkritik.de: Vaterschaften, Liebschaften

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Literaturkritik.de: Michael Wildenhains Roman über einen linken Mann und seine unerwarteten Erkenntnisse: „Das Singen der Sirenen

Eine Rezension von Walter Delabar

Literarisch gesehen ist es um die Linke still geworden. Die wilden Jahre um 1980 herum sind kein Thema mehr, sie werden turnusmäßig ja eh von den 68er Gedenktagen und den Mahnungen in Sachen RAF überlagert.

Michael Wildenhain gehört wohl zu den wenigen Autorinnen und Autoren in der Gegenwartsliteratur, die sich noch mit diesen Jahren beschäftigen, die zwar unerhört aufrührerisch waren, denen es aber an offensichtlicher Langzeitwirkung fehlt. Den 68ern wird zugeschrieben, dass sie die Entwicklung der Bundesrepublik zur offenen Gesellschaft vorangetrieben haben (ganz abgesehen von der Populärkultur) und dass sie für eine eigenständige bundesdeutsche Fassung des Terrorismus verantwortlich sind. Da können die 78er, die ja bestenfalls ein paar Häuser besetzt haben und Pogo als Tanzstil kreiert haben, nicht mithalten.

Es las Uwe Kullnick
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