Schamrock: Schamrock-Festival 2018 “Wales, Österreich, Russland”

Written by on 30/12/2018

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Schamrock-Festival der Dichterinnen 2018  (see english text version below)

Schamrock: Schamrock-Festival 2018 “Wales, Österreich, Russland”

„Europe Inside / Outside“

Beiträge von Zoë Skoulding (Wales) – Margret Kreidl (Österreich) – Olga Martynova (Russland/Frankfurt

Zoë Skoulding

Margret Kreidl Foto Lucas Cejpek

Olga Martynova

 

 

 

 

 

 

 

Zoë Skoulding, Lyrikerin, Kritikerin und Übersetzerin,lebt auf der insel Anglese.

Zu ihren letzten Gedichtsammlungen gehört The Museum of Disappearing Sounds, Seren, 2013, und Teint: For the Bièvre, Hafan Books 2016. Sie ist Reader an der School of English Literature an der Bangor University in North Wales und bekam 2018 den Cholmondeley Award from Society of Authors für ihr Gesamtwerk und ihren Beitrag zur Lyrik.

Zoë Skoulding, poet, critic and translator. She lives on the island of Anglese.
Her recent collections of poetry include The Museum of Disappearing Sounds, Seren, 2013, and Teint: For the Bièvre, Hafan Books 2016.

She is Reader in the School of English Literature at Bangor University in North Wales and received the Cholmondeley Award from Society of Authors in 2018 for her body of work and contribution to poetry.

 

Margret Kreidl, *1964 in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien.

Zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt: Robert Musil Stipendium 2017. Theaterstücke und Hörspiele, zuletzt: Eine Schwalbe falten, ORF 2017, portugiesisch: Dobrar uma Andorinha, Antena 2, 2018.

Veröffentlichungen, zuletzt: Zitat, Zikade. Zu den Sätzen, 2017. Hier schläft das Tier mit Zöpfen. Gedichte mit Fußnoten, 2018.

www.literaturport.de/Margret.Kreidl/

Margret Kreidl, *1964 in Salzburg, free-lance writer, lives in Vienna.

Numerous awards and residencies, latest: Robert Musil Stipendium 2017. Theatre and radio plays, recently: Eine Schwalbe falten, ORF 2017, in Portugues: Dobrar uma Andorinha, Antena 2, 2018.

Latest publications: Zitat, Zikade. Zu den Sätzen, 2017. Hier schläft das Tier mit Zöpfen. Gedichte mit Fußnoten, 2018.

www.literaturport.de/Margret.Kreidl/

 

Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf. 1991 zog sie nach Deutschland, sie lebt in Frankfurt.

Sie schreibt Gedichte (auf Russisch) und Essays und Prosa (auf Deutsch). Für ein Kapitel aus ihrem Roman Mörikes Schlüsselbein gewann sie 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2015 erhielt sie den Berliner Literaturpreis und hatte die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der FU Berlin inne.

Der Lyrikband Von Tschwirik und Tschwirka erschien 2012, ihr dritter Roman Der Engelherd 2016, der Essayband Über die Dummheit der Stunde 2018.

Olga Martynova, *1962 near Krasnojarsk in Sibiria, grew up in Leningrad. In 1991 she moved to Germany, now living in Frankfurt.

Sie writes poetry (in Russian) and essays and prose (in German). For one chapter from her novel Mörikes Schlüsselbein she won the Ingeborg-Bachmann-Preis in 2012. 2015 she was awarded the Berlin Literaturpreis and held the Heiner-Müller visiting professorship for German poetics Poetik at the FU Berlin.

Latest: Von Tschwirik und Tschwirka, poetry, 2012, Der Engelherd, her third novel, 2016, and the collection of essays Über die Dummheit der Stunde, 2018.

 


 

Das Schamrock Festival fand vom 26-28 Oktober 2018 in der whiteBOX.art in München statt.

Die Münchner Lyrikerin und Musikerin Augusta Laar veranstaltete das dreitägige Schamrock-Festival der Dichterinnen schon zum vierten Mal.  Sie organisierte das dreitägige Treffen gemeinsam mit  ihrem Mann, Kalle Aldis Laar. Mehr als 50 Lyrikerinnen aus Deutschland, Georgien, England,, Italien, Litauen, Österreich, Russland, Kroatien, Ukraine, Ungarn, Tschechische Republik, der Schweiz, Serbien, der Türkei und Zypern, der Schweiz, China, dem Senegal und den USA nahmen aktiv und passiv teil.

In diesem Jahr konzentriert sich das Festival vorwiegend auf Europa. Dichterinnen und Performerinnen aus 18 Ländern wurden eingeladen. In unterschiedlichen Sprachen sollte u.a. der Frage nachgegangen werden, wo sich die Länder und Menschen,  berühren, es galt zu hinterfragen was trennt und wo es Gemeinsamkeiten gibt. So sollte ein poetisches Plädoyer für das Einende im Hinblick unseres zentripedalen Kontinents entstehen.

Spezielle Länderschwerpunkte zu Georgien, der Schweiz, der Tschechischen Republik , der Türkei und der Ukraine machten den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Nicht zu übersehen war der Netzwerkgedanke, der Augusta und Kalle Aldis Laar ein zentrales Anliegen war. Mit dem Schamrock Festival wurde auch in der vierten Ausgabe eine internationale Plattform angeboten, auf der sich Dichterinnen aus 18 Ländern mit Lesungen, Konzerten und Cross-Over-Veranstaltungen präsentieren konnten.

Das Literaturradio Bayern hat zahlreiche Darbietungen der Dichterinnen ausschnittsweise aufgezeichnet, einige Diskussionsrunden mitgehört und 6 Interviews geführt, um einen Teil des Festivals einzufangen und denen zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich bei den Lesungen nicht nur um kurze Beispiel -Lesungen aus ihren Werken, sondern häufig um ausgewählte Kostproben unveröffentlichter Werke. Wie Spotlights blitzten die Texte auf um die Zuhörer zu verzaubern, verstören, verwirren auf jeden Fall aber in das eigene Oeuvre hineinzuziehen.

Und schon stellt sich die wichtige Frage der Sprache. In welcher Sprache wurde vorgetragen? Die Veranstalter haben einen eleganten Weg gewählt. Die meisten Dichterinnen trugen in ihrer Muttersprache vor und auf der Leinwand liefen die Übersetzungen in deutscher oder englischer Sprache mit. So konnte man den Klang der Vortragenden bzw. ihrer Sprachmelodie folgen, und gleichzeitig, wenn man wollte den Inhalt auf der Leinwand mitverfolgen.  Leider sind die Übersetzungen (auch aus Gründen der Rechte) hier nicht aufgeführt und auch nicht zu hören. So muss sich der Radionutzer auf das reinee Hören der verschiedenensprachigen Texte einlassen. Seien Sie versichert, es lohnt sich.

Diese Reportage ist unter dem Stichwort Friends für jeden Tag gesondert aufgeführt, und die Mitschnitte nach dem Festival-Programm organisiert. Die Interviews sind unter dem Stichwort Interview eingeordnet.

 

English

Schamrock Festival of Poets 2018

„Europe Inside / Outside“

The festival took place from 26-28 October 2018 in the whiteBOX.art in Munich.

The Munich poet and musician Augusta Laar organised the three-day schamrock festival of poets for the fourth time.  She organized the three-day meeting together with her husband, Kalle Aldis Laar. More than 50 poets from Germany, Georgia, England, Italy, Lithuania, Austria, Russia, Croatia, Ukraine, Hungary, Czech Republic, Switzerland, Serbia, Turkey and Cyprus, Switzerland, China, Senegal and the USA participated actively and passively.

This year, the festival concentrates mainly on Europe. Poets and performers from 18 countries were invited. In different languages, the question was to be explored where countries and people touch each other, what separates them and where they have things in common. In this way, a poetic plea for unity was to emerge with regard to our centripetal continent.

Special country focuses on Georgia, Switzerland, the Czech Republic, Turkey and Ukraine made the event particularly attractive.

Not to be overlooked was the idea of networking, which was a central concern of Augusta and Kalle Aldis Laar. The fourth edition of the Schamrock Festival offered an international platform where poets from 18 countries could present themselves with readings, concerts and cross-over events.

Literaturradio Bayern has recorded numerous performances by the poets in extracts, listened to some discussion rounds and conducted 6 interviews in order to capture part of the festival and make it available to them. The readings are not only short sample readings from her works, but often selected samples of unpublished works. Like spotlights, the texts flashed to enchant and disturb the audience, but in any case to confuse them and draw them into their own oeuvre.

And already the important question of language arises. In which language was the lecture held? The organizers have chosen an elegant way. Most of the poets read in their mother tongue and the translations in German or English were shown on the screen. Thus one could follow the sound of the speakers or their speech melody, and at the same time, if one wanted, follow the content on the screen.  Unfortunately the translations (also for reasons of rights) are not listed here and cannot be heard. So the radio user must get involved in the pure hearing of the different language texts. Rest assured, it is worth it.

This report is listed separately for each day under the keyword Friends, and the recordings are organized according to the festival program. The interviews are listed under the keyword Interview.


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