Literaturkritik.de: Die infernale Kunst des Menschenbackens – Oskar Panizzas „Die Menschenfabrik“

Written by on 10/09/2019

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Literaturkritik.de: Die infernale Kunst des Menschenbackens – Oskar Panizzas „Die Menschenfabrik“

Eine phantastische Kurzgeschichte von Oskar Panizza.

Eine Rezension von Rolf Löchel

Dass Reisende in der Fremde auf merkwürdige, ja unheimliche Orte stoßen, ist ein beliebter Stoff nicht nur von Horrorstories, sondern auch der literarischen Science Fiction, ja der phantastischen Literatur überhaupt. Und nicht nur dort, sondern selbstverständlich auch in anderen erzählenden Kunstformen wie beispielsweise dem Spielfilm. So bittet etwa das frisch verheiratete Paar Brad und Janet nach einer Autopanne in einem abgelegenen Schloss, telefonieren zu dürfen. Das beeindruckende Bauwerk stellt sich als Raumschiff heraus, in dem Aliens vom in der Galaxis Transsylvanien gelegenen Planeten Transsexual hausen und der Außerirdische Frank N. Furter gerade dabei ist, einen frankensteinschen Lustknaben zu erschaffen. Rund ein Vierteljahrhundert, nachdem der Kultfilm Rocky Horror Picture Show 1975 auf die Leinwand kam, verschlägt es die Ich-Erzählerin in Jutta Heinrichs Roman Unheimliche Reise in eine unbekannte Kleinstadt, in der merkwürdige Wesen ihr Unwesen treiben. Wie sich herausstellt, handelt es sich um gentechnisch erzeugte Mensch-Tier-Hybride. Und bereits gut 100 Jahre zuvor traf ein einsamer Wanderer des Nachts auf ein „riesengroßes, schwarzes Gebäude“, bei dem es sich seinem Besitzer zufolge um eine Menschenfabrik handelt. Sie stiftet den Titel für eine kurze Erzählung Oskar Panizzas, der sich den nächtens wandernden Ich-Erzähler ausgedacht hat. …

Es las Marlisa Thumm
Den Text der Rezension finden Sie hier.

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