Rezensionen: Gerd Luhofer spricht über „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ von Edmund de Waal Helix

Written by on 18/03/2019

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Rezensionen: Gerd Luhofer spricht über „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ von Edmund de Waal Helixn

Edmund de Waal ist Professor für Keramik in Westminster, seine Exponate sind stark von japanischer Töpferkunst beeinflusst. Bei einem seiner Aufenthalte in Japan entdeckt er bei seinem Großenkel eine Vitrine mit 264 kleinen Schnitzereien, sogenannten Netsuke, die nach dem Tod des Onkels an ihn vererbt werden. Anhand der Geschichte dieser Netuske dringt de Waal in die eigene Geschichte einer einstmals reichen und einflussreichen Familie, den Ephrussis, ein, die 1938 praktisch über Nacht in die Bedeutungslosigkeit gestoßen wurde. „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ist ein sehr sensibles, einfühlsames Werk, eine Beschreibung der Suche nach den eigenen Wurzeln, die für den Autoren nicht immer einfach gewesen ist.
Sie können die Buchvorstellung nachlesen im Literatur-Blog „aus.gelesen“: „https://radiergummi.wordpress.com“ bzw. direkt unter dem Kurzlink: „http://wp.me/paXPe-6pJ“

264 Netsuke, japanische Miniatur-Schnitzereien aus Holz und Elfenbein, liegen in der Vitrine des britischen Töpfers Edmund de Waal, Nachkomme der jüdischen Familie Ephrussi aus Odessa. Wie sie dorthin kamen, erzählt dieses Erinnerungsbuch.

Vom Paris der Belle Époque gelangte die Sammlung ins Wien des Fin de Siècle, aus Tokio in den 1950er-Jahren schließlich nach London. Die Ephrussis, einst an Einfluss und Reichtum den Rothschilds ebenbürtig, erlebten mit dem »Anschluss« 1938 den Niedergang – ihr gesamtes Vermögen fiel der »Arisierung« zum Opfer. Nur die Netsuke wurden – jede einzeln – in der Schürze des Dienstmädchens Anna gerettet.

Eine Familienchronik, in der sich europäische Geschichte der letzten hundertfünfzig Jahre spiegelt, eine Wunderkammer, eine brillant geschriebene Erkundung über Besitz und Verlust, über das Leben der Dinge und die Fortdauer der Erinnerung.Quelle: Amazon


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