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TELITO: “Tegernseer LiteraTour” – Literaturpfade lassen vergessene Geschichte(n) lebendig werden

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TELITO: Tegernseer LiteraTouren

Mehr Informationen zum Projekt LiteraTouren TELITO

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TELITO: Tegernseer LiteraTouren – Literaturpfade in die Gegenwart.

Interview mit Initiatoren des Projektes.

Prof. Dr. Klaus Wolf

Dr. Ingvild Richardsen

 

 

 

 

 

Literatur am Ursprung sichtbar machen und erleben: Dort wo Literatur geschrieben wurde, soll sie erinnert und präsentiert werden. Zu wenig ist bekannt über den mehr als ein Jahrtausend alten literarischen Kulturschatz, über die spektakuläre Literatur, die im Tegernseer Tal bis 1803 entstanden ist. In Vergessenheit geraten ist auch, dass das Kloster Tegernsee einst das benediktinische, literarische Zentrum Altbayerns, ein Mittelpunkt deutscher Glas- und Buchmalerei und der Musiktheorie war. Heute konzentriert sich die Erinnerungskultur im Tegernseer Tal im wesentlichen auf die Zeit zwischen 1933-1945 sowie auf das Wirken und die Werke einiger weniger Künstler und Schriftsteller. „TELITO“ ist ein Modell- und Demonstrationsvorhaben im Rahmen des „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)“ und der Bekanntmachung „LandKULTUR – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen“.

Projekt TELITO

TELITO steht für Tegernseer LiteraTour Pfade. Es ist ein vom Bundesminsterium für Ernährung und Landwirtschaft gefördertes Pilotprojekt, und soll fast vergessene Kunstwerke wieder ans Licht holen. „Die Literatur soll im Ursprung sichtbar gemacht werden und nicht nur in der Wissenschaft vor sich hin dümpeln“ , sagt Dr. Ingvild Richardsen. “Wir wollen den Menschen vor Augen führen, wo die Kunst zuhause ist“, ist Prof. Wolfs Auffassung.
Prof. Klaus Wolf, Vorsitzender des schwäbischen Vereins Literaturschloss Edelstetten und Professor an der Universität Augsburg für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters sowie der Frühen Neuzeit mit Schwerpunkt Bayern. Zusammen mit der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Ingvild Richardsen hat er deshalb dieses Pilotprojekt ins Leben gerufen. Zwölf neue sogenannte Literaturpfade mit Themen aus der Geschichte sollen ab kommendem Jahr Vergessenes wieder sichtbar und zugänglich machen. 100.000 Euro hat die Bundesregierung dafür im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird vom Literaturschloss Edelstätten unter der Leitung des Vorsitzenden Klaus Wolf durchgeführt. Die Literaturpfade repräsentieren kulturelle Aktivitäten wie Theatervorführungen, Workshops, Ausstellungen und Lesungen. Im folgenden Interview schildern Prof. Wolf und Dr. Ingvild Richardsen Hintergründe und Inhalte der Projekte.

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