“Alle belebten Dinge halten den Atem an” Lyrik von Charlotte Mew – Uwe Kullnick spricht mit der Übersetzerin Wiebke Meier

Bayerische Einigung / Bayerische Volksstiftung [München]


Event Info
Datum: Mittwoch,18.03.2026
Zeit: 18:00
Standort: Bayerische Einigung / Bayerische Volksstiftung
Adresse: Georgenstraße 63 München
Telefon: 0049(0)1722823079
Details
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“Alle belebten Dinge halten den Atem an: Gedichte.” Zweisprachige Ausgabe (textura). Uwe Kullnick spricht mit der Übersetzerin Wiebke Meier

Eintritt frei.  kontakt@literaturradiohoerbahn.com  

Die Wiederentdeckung einer unverwechselbaren lyrischen Stimme
“Ich halte sie für sehr gut und interessant und anders als alle anderen”, schrieb Virginia Woolf über Charlotte Mew und nannte sie “die größte lebende Dichterin”. Charlotte Mew war eine der herausragenden lyrischen Stimmen ihrer Zeit. In ihren mit den Geschlechterrollen spielenden Gedichten umkreist sie die ersten und letzten Fragen von Liebe, Entsagung, Tod und Religion und findet dafür eine ganz eigene lyrische Form. Die Gedichte erscheinen hier erstmals in deutscher Übersetzung.
Charlotte Mews Gedichte faszinierten und begeisterten schon zu ihren Lebzeiten so unterschiedliche Autoren wie Ezra Pound, Thomas Hardy und Virginia Woolf, die die Besonderheit und den leidenschaftlichen Ernst dieser Lyrik erkannten. Viele von Mews Gedichten enthalten kleine Dramen, deren Protagonisten häufig Randfiguren der Gesellschaft sind. Aus ihren Werken spricht eine tiefe Menschlichkeit, die Fähigkeit, sich in verschiedenste Erfahrungen und Gefühlslagen zu versetzen. Mews Sprache ist direkt, sinnlich und musikalisch, sie ist reich an Gesten, Symbolen und einprägsamen Bildern, in denen sich genaue Beobachtung und Vision mischen. Trotz ihrer Hochschätzung durch die Zeitgenossen geriet Charlotte Mew nach ihrem Tod weitgehend in Vergessenheit. Dieser Band präsentiert ihre Gedichte erstmals in deutscher Übersetzung. Er lädt ein zur Entdeckung einer Dichterin, der längst ein Platz im literarischen Kanon gebührt.

Charlotte Mew (1869–1928) wurde in London geboren, wo sie nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam mit ihrer Mutter und einer Schwester in beschränkten Verhältnissen lebte – in Sichtweite des literarischen Establishments von Bloomsbury. Ihre hochgespannte Prosa und die ungewöhnliche, experimentelle Form ihrer Gedichte lassen sie wie aus der Zeit gefallen erscheinen. Ein Jahr nach dem Tod ihrer Schwester nahm sie sich, schon lange psychisch gefährdet, das Leben.

Wiebke Meier übersetzt literarische Texte und Sachbücher aus dem Englischen und war Lehrbeauftragte im Studiengang Literarisches Übersetzen an der Ludwig-Maximilians- Universität München. 2017 erhielt sie den Paul Scheerbart-Preis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung für den Band “Picknick in der Nacht” von Charles Simic.

Wir freuen uns auf Sie.

 

 

 

 


 

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