LiB: Ludwig Ganghofer Sonderheft – 100. Todestag (05) – “Thoma und das Ehepaar Ganghofer”, von Gertrud Maria Rösch

Geschrieben von an 28/04/2021

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35. Jahrgang. Sonderheft, Dezember 2020

LiB: Ludwig Ganghofer Sonderheft – 100. Todestag – “Judentum im Werk von Ludwig Ganghofer”, von Peter Czoik

Anlässlich des 100. Todestages von Ludwig Ganghofer erschien Dezember 2020 eine Sonderausgabe der Literatur in Bayern. Die ursprünglich von Klaus Wolf und Ulrich Hohoff geplante Tagung am Tegernsee vom 24. Juli musste wegen Corona entfallen, so dass dieses Heft als eine Sammlung aller vorbereitenden Vorträge veröffentlicht wurde.

Das Sonderheft zur Tagung ist eine Zusammenarbeit der Literatur in Bayern mit TELITO, den „Tegernseer LiteraTouren“. TELITO ist ein Modell- und Demonstrationsvorhaben im Rahmen des „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)“ und der Bekanntmachung „LandKULTUR – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen“. Es wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert.

Ludwig Ganghofer (1855-1920) feierte mit seinen Heimatromanen große Erfolge. Nicht umsonst zählte er eine Zeit lang zu den beliebtesten und meistgelesenen Schriftstellern in Deutschland. Trotzdem ist er in der aktuellen Forschung immer mehr in Vergessenheit geraten. Die Referent*innen, die ihre Vorträge für diese Sonderausgabe der Literatur in Bayern abgefasst haben, thematisieren inhaltlich sowohl den Stand der bisherigen Forschung als auch neue Perspektiven.

Gertrud Maria Rösch, Prof. Dr. phil., geb. 1959 in der Oberpfalz, Studium der Germanistik, Geschichte und Anglistik in Regensburg, 1989 Promotion bei Bernhard Gajek an der Universität Regensburg mit der Studie: ‚Ludwig Thoma als Journalist. Ein Beitrag zur Publizistik des Kaiserreichs und der frühen Weimarer Republik‘ (Frankfurt/M.: Peter Lang 1989).
In Deutschland wie im Ausland in der Lehre und Forschung tätig: 1989-1991 als Lecturer in Neuseeland; Habilitation bei Georg Braungart 1999 mit der Monographie ‘Clavis Scientiae. Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur’ (Tübingen: Niemeyer 2004). Von 1999 bis 2002 tätig am Herder-Institut der Universität Leipzig im Bereich Deutsch als Fremdsprache, seit 2006 Professorin für Literaturwissenschaft am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Verantwortlich für Partnerschaften mit Universitäten in Rumänien, Litauen und China (Shanghai International Studies University). Mehrfach in den USA als Max Kade Visiting Professor (2009: Urbana-Champaign; 2013 Seattle; 2019: Notre Dame, Indiana).
Zahlreiche Publikationen zu Drama und Roman im 19. und 20. Jh., zu Gender Studien und Literaturtheorie zu Satire bzw. Karikatur im ‘Simplicissimus’ sowie zur Schlüsselliteratur und dem Zusammenhang von Faktualität und Fiktionalität.
Publikationen:
Ludwig Thoma. Der zornige Literat. Regensburg: Pustet 2012; Fakten und Fiktionen. Werklexikon der deutschsprachigen Schlüsselliteratur 1900-2010. Hrsg. v. Gertrud Maria Rösch. Erster Halbband: Andres bis Loest. Zweiter Halbband: Heinrich Mann bis Zwerenz. Stuttgart: Anton Hiersemann 2011, 2013. – Women Against Napoleon. Historical and Fictional Responses to his Rise and Legacy, edited by Waltraud Maierhofer, Gertrud M. Roesch, Caroline Bland. Frankfurt: Campus 2007 (auf englisch) – Codes, Geheimtext und Verschlüsselung. Geschichte

“Ludwig Thoma Der zornige Literat” Im Jahr 1900 begann Ludwig Thoma, nach einer kurzen Tätigkeit als Anwalt, für die Zeitschrift „Simplicissimus“ zu schreiben und wurde zum gefürchteten Satiriker. Seine Gedichte, Dramen und Romane machten ihn bereits zu Lebzeiten berühmt. Erkauft war dieser Aufstieg jedoch mit Selbstdisziplin und einer großen Anpassung an das literarische Leben. Der Erste Weltkrieg brachte die Brüche seines Lebens zum Vorschein: die Sehnsucht nach Autorität und nationaler Größe, die Feindschaft gegen Frauen, Sozialdemokraten und Juden. Nach 1918 nahmen diese einen hetzerischen Ton an, ihre Spuren finden sich jedoch bereits in früheren Lebensstationen. Wurde aus einem Spötter ein „Spießer“, wie ihn Kurt Tucholsky enttäuscht nannte?

Sprecher, Regie und Realisation Uwe Kullnick


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