Rezensionen: “Der Bruder in Deutschland.” Briefe Viktor Manns an seinen Verleger – von Holger Pils.

Written by on 03/11/2020

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LiB Jg 35 Heft 141

Rezensionen: “Der Bruder in Deutschland.” Briefe Viktor Manns an seinen Verleger – von Holger Pils. LiB Jg 35 Heft 141

„Sie gehören zum literarischen Familien-Phänomen Mann dazu“: Der Briefwechsel zwischen Viktor Mann und seinem Verleger. Ein literarisches Zeitdokument zur Entstehung der Familienbiografie der Manns

Die Geschichte der Familie Mann: Der Entstehungsprozess von Viktor Manns Autobiografie im Briefwechsel mit seinem Verleger
Viktor Mann, jüngster Bruder von Heinrich und Thomas Mann, sah sich selbst als literarischen Quereinsteiger. Seine Autobiografie „Wir waren fünf“ erzählt gleichzeitig die Familiengeschichte der Familie Mann und gibt Einblick in die Literatur- und Zeitgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ein geistreicher Briefwechsel zwischen dem Autor Viktor Mann und seinem Verleger Johannes Weyl begleitete die Entstehung des Werks über zwei Jahre:
– Bislang unveröffentlichte Korrespondenz von 1947 bis zum plötzlichen Tod von Viktor Mann im April 1949
– Zweifel und Ermutigungen: Persönliche Briefe geben Einblick in die Entstehungsgeschichte der Familienbiografie
– Die Manns und ihr Niederschlag in den „Buddenbrooks“ sowie die Rezeption des „Doktor Faustus“: reger Austausch über die Romane des berühmten Bruders Thomas Mann, genannt „Tommy“
– Ein Briefwechsel voll launiger Fantasie und Sprachwitz: mit ausführlichem Kommentar des Herausgebers Manfred Bosch, vielen Hintergrundinformationen und Abbildungen
– Die Anfänge des Südverlags: ein Stück Verlagsgeschichte.

Briefe als Zeugnis einer Freundschaft und zeitgeschichtliche Dokumente der Nachkriegszeit
„Wir waren fünf“ gilt bis heute als Standardwerk über die berühmte deutsche Schriftstellerfamilie Mann. Der Briefwechsel zwischen Viktor Mann und seinem Verleger lässt uns nicht nur die Persönlichkeit des Autors und den Schreibprozess besser verstehen. Die Korrespondenz wirft auch ein Schlaglicht auf die Situation der Buchverlage in Deutschland in der Nachkriegszeit und die Frage nach „Innerer Emigration“ oder Exil.
Dieser Briefwechsel spiegelt eine besondere Autor-Verleger-Beziehung wider, die von Kreativität, Vertrauen und Freundschaft geprägt war. Tauchen auch Sie in die Gedankenwelt von Viktor Mann ein und genießen Sie eine unterhaltsame wie kurzweilige Lektüre! Quelle

Manfred Bosch, Jahrgang 1947, ist vielfach ausgezeichneter Publizist, Literaturhistoriker und freier Autor und lebt in Konstanz. Mit dem Bodensee, dem deutschen Südwesten und dem alemannischen Sprachraum hat er sich in zahlreichen zeit- und literaturgeschichtlichen Darstellungen befasst sowie entsprechende Ausstellungen kuratiert. Von Martin Walser anerkennend als „literarischer Sekretär der Region“ bezeichnet, hat sich Bosch einen Namen v.a. als Entdecker vergessener wie verfolgter Autoren gemacht und durch seine Herausgaben wesentlich dazu beigetragen, eben diese Autoren und ihre Texte im literarischen Gedächtnis zu bewahren.

© Stephan Rumpf

Holger Pils ist Literaturwissenschaftler und Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Lyrik Kabinett in München

Den Text der Rezension finden Sie in unserem Heft

Sprecher, Regie und Realisation Uwe Kullnick


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