DE Mi O KRe A Ti E – “Eine Installation” von Doc U
Geschrieben von UK an Dienstag,04.02.2025
Eine Installation
Kunst mit Straßenköter © Doc U 2025
In der Favela, schwül und feucht,
wo Pfützen brüten, Armut schleicht,
ein Straßenhund, vom Hunger schwach,
sieht die Tortilla, und wird hellwach!
Der Mann heißt Vargas, steht vor seinem Haus,
tritt hastig seine Zigarre aus,
betrachtet Hund und Tortilla genau,
fasst einen Plan, so kühn wie schlau.
Der Hund folgt willig, riecht Tortilla und Brot,
vergisst voll Hunger, Gefahr und die Not,
durch Straßen, Treppen, lange Gänge,
bis in des Kunsthauses enge Fänge.
Im weißen Raum, Parkett so glatt,
frisst er den Teig, ist endlich satt,
doch plötzlich spürt er kalten Stahl,
um seinen Hals, das ist fatal.
Gefesselt an der weißen Wand,
ein Napf mit Futter aus fremder Hand,
er bellt und winselt, zerrt und zieht,
doch niemand hört, was hier geschieht.
Die Menschen kommen, Menschen geh’n,
sie schauen, reden, bleiben steh’n,
ein Kind will streicheln, wird gebissen,
fort von dem Hund, schnell weggerissen.
Die Tage ziehen langsam hin,
der Durst, er quält, rafft ihn dahin,
bis endlich eine Stimme klingt,
die von des Hundes Ende singt.
EIN TOTER HUND, so ruft sie aus,
warum gekettet, in diesem Haus?
das Schild erklärt mit kaltem Hohn:
nur ein Hund – Vargas Installation
So endet die traurige Mär,
Von Kunst, die grausam ist und schwer,
Ein Straßenhund, zum Objekt gemacht,
In einer Welt, die selten lacht.
EIN TOTER HUND, so ruft sie aus,
nur ein Hund – Vargas Installation
EIN TOTER HUND, so ruft sie aus,
warum gekettet, in diesem Haus?
das Schild erklärt mit kaltem Hohn:
nur ein Hund – Vargas Installation
So endet die traurige Mär,
Von Kunst, die grausam ist und schwer,
Ein Straßenhund, zum
zum Objekt gemacht,
In einer Welt, die selten lacht.