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Karl-May-Kongress 2022 – Teil 9 – miscellaneous

Geschrieben von an 29/10/2022

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Karl-May-Kongress 2022 – Teil 9 miscellaneous

Interview Volker Depkat
(Hördauer 19 Minuten)

Interview Theresa Homm
(Hördauer 18 Minuten)

Interview Eckehardt Koch
(Hördauer 23 Minuten)

Interview Bernhard Schmidt
(Hördauer 16 Minuten)

Interview Frank Usbeck
(Hördauer 12 Minuten)

Interview Florian Schleburg (Vorsitzender der KMG)
(Hördauer 12 Minuten)

Interview Dr. med. Raimund Renner (Kongressteilnehmer)
(Hördauer 05 Minuten)

 

 

Bücherschau des Kongresses im Amerikahaus München

Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie

Seit 1969 steht die Karl-May-Gesellschaft mit ihren Kongressen, Symposien und Publikationen für eine wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk Karl Mays (1842 – 1912). Der sächsische Fantast hat durch seine ›Reiseerzählungen‹ viele Generationen lang die Vorstellung der Deutschen und ihrer Nachbarn von außereuropäischen Kulturen geprägt. Wie wichtig ein differenzierter Umgang mit dem wirkungsmächtigen Autor ist, zeigt die lebhafte gesellschaftliche Debatte, die im August 2022 von der Entscheidung des Ravensburger Verlags ausgelöst wurde, die Begleitprodukte zu dem Kinofilm Der junge Häuptling Winnetou zurückzuziehen. Dabei ging es um die Frage, ob die in Nordamerika spielenden Erzählungen Karl Mays aus heutiger Sicht zu einer Diskriminierung indigener Kulturen und einer Verharmlosung der Verbrechen des Kolonialismus beitragen können. Die Karl-May-Gesellschaft lehnt es ab, historische Dokumente und Kunstwerke aus dem Verkehr zu ziehen oder zu verfälschen, beteiligt sich aber aktiv an der kritischen Aufarbeitung diskriminierender Diskurse. Sie hat sich zu der aktuellen Diskussion u. a. in einem Offenen Brief (Anlage) geäußert, den innerhalb von zwei Wochen rund 14000 Menschen durch ihre Unterschrift unterstützten, und bereitet weitere Aktivitäten zu einer vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik vor.

In der bayerischen Landeshauptstadt München wirkte mit König Ludwig II. nicht nur ein Held von Karl Mays Kolportage-Epos Der Weg zum Glück (erschienen 1886 – 1888 in 106 Heften): der Autor selbst hielt im Juli 1897 im Hotel Trefler Massenaudienzen ab und erlebte die Gründung des Münchner May-Clubs. 1898 traf er im Wittelsbacher Palais Mitglieder der bayerischen Königsfamilie – der Kontakt zu der damals 13-jährigen Prinzessin Wiltrud sollte bis zu Mays Tod nicht abreißen. Weitere Besuche des Schriftstellers in München sind für 1900, 1907 und 1909 belegt, wo er nochmals Gast des Königshauses war.

2022 kehrt nun Karl May als Gegenstand einer wissenschaftlichen Tagung nach München zurück: vom 7. bis 9. Oktober 2022 wird die mit rund 1500 Mitgliedern zu den größten literarischen Vereinigungen Deutschlands zählende Karl-May-Gesellschaft im Amerikahaus im Herzen der Landeshauptstadt ein ebenso umfangreiches wie abwechslungsreiches Programm rund um Deutschlands meistgelesenen Autor anbieten. Der Kongress findet in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie am Karolinenplatz statt. Die meisten Programmpunkte, insbesondere die neun wissenschaftlichen Vorträge, eine Lesung und eine kabarettistische Reinkarnation Winnetous, können von Interessierten kostenfrei besucht werden. Darunter ist auch ein Vortrag des renommierten Germanisten Prof. Dr. Christian Begemann am 7. Oktober 2022 im Café Luitpold, wo Karl May einst mit seinen Münchner Verehrern Billard spielte.

»Wir haben uns auf unserem letzten Kongress mit großer Vorfreude für München als nächsten Gastgeber entschieden«, so Dr. Florian Schleburg, der selbst aus Bayern stammende Vorsitzende der Karl-May-Gesellschaft. »Es gibt eine starke Gruppe aktiver May-Freunde vor Ort, und mit der Bayerischen Amerika-Akademie haben wir einen professionellen Partner und eine ideale Tagungsstätte im Zentrum der Stadt gefunden. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir den Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter als Schirmherrn und den Generalkonsul der Vereinigten Staaten Timothy Liston für die Eröffnung am Vormittag des 7. Oktober gewinnen konnten. Nachdem die Veranstaltung aufgrund der Pandemie im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, freuen wir uns nun sehr auf ein Wiedersehen in so stattlicher Umgebung.« Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und weiteren Ländern haben sich vorab für den 26. Kongress der Karl-May-Gesellschaft angemeldet. »Aber das breite Spektrum der wissenschaftlichen Vorträge und das reiche Angebot an Büchern und anderen ›Mayensia‹ im Foyer des Amerikahauses wird auch für die kulturell interessierten Münchnerinnen und Münchner eine Attraktion sein.

« In der Tat zeigt das Tagungsprogramm exemplarisch Vielfalt und Aktualität der May-Forschung. Fundierte literatur- und kulturwissenschaftliche Betrachtungen sind das Markenzeichen des großen literarischen Vereins, der regelmäßig ein umfangreiches Jahrbuch vorlegt und die Historisch-kritische Gesamtausgabe Karl Mays Werke herausgibt. Der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Volker Depkat wird sich, passend zur Geschichte der Baulichkeiten am Karolinenplatz, mit der Stellung Karl Mays im Nationalsozialismus beschäftigen. Der in jüngerer Zeit kritisch diskutierten Frage der europäischen ›Aneignung‹ amerikanischer Kulturen wird der Kulturwissenschaftler und Museologe Dr. Frank Usbeck nachgehen. Weitere Beiträge befassen sich mit Winnetous Bildung, der Kunst des Endes in Mays Romanen und dem Dresdner Verleger, der Mays Lieferungsromane mit ungeheurem Erfolg im Arbeitermilieu verbreitete. Wie fruchtbar auch Nachwuchswissenschaftlerinnen mit aktuellen Paradigmen forschen, werden die Vorträge von Theresa Homm und Laura Thüring mit ihren Ergebnissen zum May’schen Figurenkosmos belegen.

Erstmals wird in München die Marah-Durimeh-Medaille der Karl-May-Gesellschaft verliehen: Die neu gestiftete Auszeichnung für überragende Verdienste um Karl Mays Werk und die darin vertretenen Werte geht an den bekannten Regisseur Philipp Stölzl (siehe hierzu gesonderte PM). Geboten werden darüber hinaus ein Winnetou-Auftritt des bekannten bayerischen Kleinkünstler Woife Berger und eine Lesung des Autors Friedhelm Schneidewind aus seinem von May inspirierten Fantasy-Roman Das magische Tor zum Orient. Im Rahmenprogramm für die Mitglieder ist neben der traditionellen Auktion mit wertvollen antiquarischen Büchern auch ein Ökumenischer Gottesdienst in der architektonisch faszinierenden Kirche Herz Jesu in MünchenNeuhausen vorgesehen. »Karl May hat nicht nur ein erstaunlich vielfältiges literarisches Werk hinterlassen«, betont Dr. Florian Schleburg, der als Vorsitzender für das Programm verantwortlich zeichnet: »Er bietet auch sehr ernstzunehmende Anknüpfungspunkte für die aktuellen Diskurse über Krieg und Frieden, den Umgang mit dem ›Fremden‹, Geschlechteridentitäten und das Verhältnis von Mensch und Natur. Auf unserem Münchner Kongress wird es um sehr zeitgemäße Themen gehen!“

 

Wem dies gefiel, der kann ja hier mal reinhören.

oder hier: 

Realisiert durch:

Steven Lundström

 

 

 


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