“Haufen, Sammlung, Geschichte” – eine Rezension von Walter Delabar – Literaturkritik.de
Geschrieben von Uwe Hans Karl Willy Kullnick an Donnerstag,30.07.2026
Hördauer 15 Minuten
Haufen, Sammlung, Geschichte?
Einige kritische Notizen zu Helmuth Kiesels „Geschichte der deutschsprachigen Literatur” der Jahre 1933 bis 1945
Es ist kaum verwunderlich, dass die Literatur der Jahre 1933 bis 1945 in der Germanistik nicht zu den zentralen Feldern gehört. Zwar gibt es eine Reihe von Texten, die seit den 1950er Jahren immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, und selbst die im engeren Sinne nationalsozialistisch belastete Literatur war immer wieder Gegenstand literaturwissenschaftlicher Arbeiten, ohne dass der Gegenstand auf die Forschenden selbst zurückschlug. Aber politisch wie literarisch stand und steht die Zeit trotz einer Reihe von breit anerkannten Texten wie – hier die dem eigenen Geschmack geschuldete Auswahl – Anna Seghers‘ Transit und Das siebte Kreuz, Bertolt Brechts Lyrik oder Heinrich Manns Henri IV.-Romane – in der Wertschätzung und Aufmerksamkeit weit insbesondere hinter der Weimarer Klassik und der Klassischen Moderne zurück. Ganz davon abgesehen, dass es in dieser Zeit eine Vielzahl politisch desaströser Texte gibt – ja, es geht hier um Literaturgeschichte, und auch die gehören dazu. Aber wer tut sich sowas gern an, wenn man dem entgehen kann? …“
Eine Rezension von Walter Delabar
Den Text der Rezension finden Sie hier
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Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: ![]()
