“Vaters Meer:” (bayerischer Buchpreis) von Deniz Utlu – Rezension von Bernhard Walcher – Literaturkritik.de
Geschrieben von UK an Freitag,12.01.2024
Im Meer der Erinnerungen
Deniz Utlu beschwört in „Vaters Meer“ die Geschichte seines Vaters und seiner Jugend
Hördauer 14 Minuten
Die Geschichte(n) des Vaters Zeki und seiner Familie, die der Ich-Erzähler und Sohn Yunus in Deniz Utlus Roman Vaters Meer rekonstruiert sind das Ergebnis seiner fortgesetzten Erinnerungsarbeit und Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft. Yunus, wie der Autor Utlu 1983 geboren, wächst als Kind einer türkischen Einwandererfamilie in einem als trostlos erinnerten Hannover auf und hat sein erstes großes Bildungserlebnis in der französischen Hauptstadt Paris, die für ihn gleichsam zum Kontrastbild der als Kind und Jugendlicher erlebten deutschen Enge der achtziger und neunziger Jahre wird. Sein Emanzipationsakt gegenüber den Eltern ist dagegen ein Gitarrenkauf, mit dem er sich nicht nur gegen den Willen deren durchsetzt und seiner musischen Begabung folgt, sondern der auch im Nachhinein als Akt der bewussten Abnabelung von der eigenen Familie interpretiert wird. …“
Eine Rezension von Bernhard Walcher
Den Text der Rezension finden Sie hier
Sprecher Matthias Pöhlmann
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Schnitt Jupp Stepprath, Realisation: ![]()
