Literatur wird Oper: “Roman wird Oper” – Erich Wolfgang Korngold „Die tote Stadt“ – von Gabriele Leucht und Marcus Weible

Geschrieben von an Samstag,14.08.2021

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Literatur wird Oper: “Roman wird Oper” – Erich Wolfgang Korngold „Die tote Stadt“ – von Gabriele Leucht und Marcus Weible

Gabriele Leucht und Marcus Weible stellen Werke aus verschiedenen Literaturgattungen und ihre musikdramaturgische Umsetzung in der Welt der Oper vor.

„Roman wird Oper“: Erich Wolfgang Korngold „Die tote Stadt“

In der fünften Folge der Rubrik „Literatur wird Oper“ besprechen wir einen Kurzroman des belgischen Schriftstellers Georges Rodenbach. „Bruges la Morte“ (dt. „Das tote Brügge“) erschien 1892 in „Le Figaro“ und erlangte Kultstatus. Auch der Komponist Erich Wolfgang Korngold begeisterte sich für den melancholischen Reiz dieser Geschichte. Er schrieb unter dem Titel „Die tote Stadt“ eine ebenso klangvolle wie atmosphärische Adaption der literarischen Vorlage. Die Oper wurde 1920 uraufgeführt und entwickelte sich auf Anhieb zum Welterfolg. Dennoch gerieten Korngold und sein Werk mit den Jahrzehnten in Vergessenheit. Umso erfreulicher ist es daher, dass seit den frühen Achtziger Jahren eine Wiederentdeckung dieses bedeutenden Komponisten stattgefunden hat.

Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957)

Der Amerikaner österreichischer Abstammung wurde berühmt als einer der letzten großen Opernkomponisten in der Tradition des 19. Jahrhunderts. Schon die Jugend Korngolds war geprägt durch den außerordentlichen Erfolg seiner Frühwerke. Rasch erwarb er sich den Ruf eines musikalischen Wunderkindes. Später, in der „goldenen Ära Hollywoods“, schuf Korngold Meisterwerke der Filmmusik. Diese Tätigkeit wurde ihm nach Kriegsende, bei seiner Rückkehr nach Wien vorgeworfen, obwohl er sich verstärkt der absoluten Musik zuwandte. Anerkennung wurde Korngold nur noch in den USA zuteil, wo er am 29.11.1957 nach einem Herzanfall verstarb.

 

Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war 15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern – Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”

Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München, Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avvocatessa der Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber, Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik: Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne meine Berge.

 

Wer mag kann hier die Oper auf Spotify anhören:

 

 

 

 

 

 

Regie und Realisation Uwe Kullnick

 

 

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