“Nachrichten aus der Gefahrenzone des Begehrens” von David Wojnarowicz – eine Rezension von Nora Eckert – Literaturkritik.de
Geschrieben von Uwe Hans Karl Willy Kullnick an Freitag,03.07.2026
Hördauer 09 Minuten
“Nachrichten aus der Gefahrenzone des Begehrens” von David Wojnarowicz – eine Rezension von Nora Eckert – Literaturkritik.de
David Wojnarowicz‘ „The Waterfront Journals“ liegen nun mit fast dreißigjähriger Verspätung endlich in deutscher Übersetzung vor – ein nach wie vor verstörender Klassiker der queeren Literatur
Unstillbare Lebensgier und höchste Lebensgefahr verlaufen offenbar entlang derselben Grenzlinie. Das ist, wenn wir so wollen, die Quintessenz aus all den kleinen Geschichten, die der US-amerikanische Autor David Wojnarowicz wie im Vorbeischlendern aus dem queeren Alltag der späten 1980er Jahre in den USA und hauptsächlich in New York an allen möglichen und unmöglichen Orten und zufällig aufgeschnappt hat. Es sind Geschichten von Existenzen, die wie Balanceakte anmuten mit der allgegenwärtigen Gefahr des Absturzes. Diese oft gewaltvollen erzählerischen Miniaturen sind wie Blitzlichter in Prosa und gleichen der Straßenfotografie, die gleichermaßen ein ganzes Leben in ein Bild zu verpacken vermag. Einen Roman ergeben die Prosastücke zwar nicht, auch wenn das auf dem Titel wohl als Einsortierhilfe fürs Bücherregal steht, aber es durchzieht und verbindet sie fast alle ein heißer Strom mit Namen Sehnsucht …“
Eine Rezension von Nora Eckert
Den Text der Rezension finden Sie hier
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Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: ![]()
