Literatur wird Oper: “Roman wird Oper” – “La Bohème” von Ruggero Leoncavallo

Geschrieben von an Samstag,13.03.2021

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Literatur wird Oper: “Roman wird Oper” – “La Bohème” von Ruggero Leoncavallo

Gabriele Leucht und Marcus Weible stellen Werke aus verschiedenen Literaturgattungen und ihre musikdramaturgische Umsetzung in der Welt der Oper vor.

In dieser Episode der Rubrik “Literatur wird Oper” geht es um einen Roman, der zu seiner Zeit weltberühmt war, heute aber nahezu vergessen ist. Der französische Schriftsteller Henri Murger (1822 – 1861) schilderte in „Scènes de lavie de bohème“ die schönen, aber auch die entbehrungsreichen Seiten des Pariser Künstlerlebens. Das Werk traf den Nerv der Zeit und avancierte zum Welterfolg. Auch zwei berühmte italienische Komponisten, Giacomo Puccini und Ruggero Leoncavallo, entdeckten die Vorlage. Es kam zu einem erbitterten künstlerischen Duell, dessen Folge die Uraufführung zweier Opern mit dem Namen “La Bohème“ war. Puccini gewann den Wettstreit und seine „Bohème“ entwickelte sich zu einem der berühmtesten Werke der Musikgeschichte. Dagegen fiel Leoncavallos gleichnamige Oper rasch in Vergessenheit. Zu Unrecht, wie wir finden! Die „unbekannte Bohème“ überzeugt nicht nur durch ihre große musikalische Schönheit. Sie zeichnet sich auch durch Textnähe zu Murgers Roman und treffende Charakterisierung des dort beschriebenen Milieus aus. Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung eines zu Unrecht vergessenen Meisterwerks.

Ruggero Leoncavallo: wurde 1857 in Neapel geboren. Ruggero war als Kind eines Richters in eine bürgerliche Familie geboren, die dem Sohn eine umfassende musikalische Ausbildung ermöglichte. Bereits mit acht Jahren studierte er am damaligen Konservatorium, heute die Musikhochschule in Neapel, das Pianoforte. Mit 25 Jahren zog er zunächst nach Paris und komponierte dort seine ersten Stücke. Einen großen Erfolg konnte er im Jahre 1892 in Mailand feiern, mit der Aufführung der Oper „Pagliacci“. Weitere Opern waren „I Medici“ oder „Chatterton“, die aber beim Publikum keine bleibende Aufnahme fanden. Erst mit „La Bohème“, im Jahre 1897 in Venedig uraufgeführt, konnte er an seinen ersten Erfolg anknüpfen. Es folgten weitere, heute kaum mehr bekannte Opern wie „Zazà“, „Der Roland von Berlin“ u.v.m.

 “Roman wird Oper” – “La Bohème” von Ruggero Leoncavallo

 

Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war 15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern – Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”

Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München, Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avvocatessa der Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber, Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik: Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne meine Berge

 

 

 

 

 

 

Regie und Realisation Uwe Kullnick

 

 

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