Literaturkritik.de: Der unbedingte Wille zur Selbstbestimmung – Deutschsprachige Autorinnen der Gegenwartsliteratur lassen in Lina Muzurs Anthologie „Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht“ ausschließlich Protagonistinnen zu Wort kommen

Geschrieben von an 29/12/2020

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Literaturkritik.de: Der unbedingte Wille zur Selbstbestimmung – Deutschsprachige Autorinnen der Gegenwartsliteratur lassen in Lina Muzurs Anthologie „Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht“ ausschließlich Protagonistinnen zu Wort kommen

Im Englischen gibt es eine Redewendung, die eine bestimmte Form von Konfliktsituationen benennt, in denen die beiden in Streit stehenden Parteien völlig gegensätzliche Aussagen über ein Erlebnis machen. Da es sich dabei zumeist um einen sexuellen Übergriff handelt, der einen Mann und eine Frau ohne weitere Zeug*innen involviert, wird ein solches zweifelhaftes Ereignis mit he-said-she-said bezeichnet. Keine der Personen kann konkrete Beweise für ihre Version vorbringen – dennoch macht es den Anschein, zu lange wäre nur seiner Sicht der Dinge Gehör geschenkt worden, bis 2017 unzählige Frauen mit der #MeToo-Bewegung den Mut fanden, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Aus diesem Grund sammelte Lina Muzur, stellvertretende Verlagsleiterin bei Hanser Berlin, 17 Erzählungen von deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen wie Julia Wolf, Margarete Stokowsky oder Helene Hegemann – Geschichten, die ausschließlich die weibliche Perspektive wiedergeben: Sagte sie. …

Eine Rezension von Michelle Hegmann

Den Text der Rezension finden Sie hier.

Es sprach Marlisa Thumm

Regie und Realisation Uwe Kullnick


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