Literaturkritik.de: Unverrückbar wie eine Felszeichnung – Ein neuer Erzählband von Christoph Ransmayr

Written by on 05/05/2020

Loading Likes...
Bitte Teilen

Literaturkritik.de: Unverrückbar wie eine Felszeichnung

“Arznei gegen die Sterblichkeit: Drei Geschichten zum Dank”. Ein neuer Erzählband von Christoph Ransmayr

Die Romane Christoph Ransmayrs erregen Aufsehen. Seit der Österreicher mit Die Schrecken des Eises und der Finsternis debütierte, findet er mit jeder seiner größeren Arbeiten eine breite Öffentlichkeit, zuletzt mit Cox oder der Lauf der Zeit (2016), dem Roman über einen britischen Uhrmacher am chinesischen Kaiserhof des 18. Jahrhunderts. Doch daneben läuft seit vielen Jahren eine zweite Serie, die Spielformen des Erzählens, oft unterhalb des literaturkritischen Radars. Diese gediegen ausgestatteten, dünnen Bändchen nehmen kürzere Texte von weniger als der Romanlänge auf. Andererseits dienen sie Ransmayr als Experimentierfeld für unterschiedlichste Gattungen. Hier ist Platz für einen Essay über die Kunst Anselm Kiefers (Die Ungeborene, 2002) ebenso wie für gesammelte Reisereportagen (Geständnisse eines Touristen, 2004) oder eine Erzählung, die auf nichts basiert als auf sieben naturkundlichen Farbtafeln des österreichischen Künstlers Manfred Wakolbinger (Damen & Herren unter Wasser, 2007). In den letzten Jahren waren die Veröffentlichungen leider spärlicher geworden. Wie schön, dass mit Arznei gegen die Sterblichkeit nun ein neuer Band der „Spielformen“ vorliegt, der zehnte.

Eine Rezension von Stefan Höppner

Den Text der Rezension finden Sie hier.

Es sprach Marlisa Thumm

Regie und Realisation Uwe Kullnick

 


Reader's opinions

Möchten Sie uns etwas mitteilen?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .


[There are no radio stations in the database]
Share This
%d Bloggern gefällt das:
Zur Werkzeugleiste springen